Bitte beachten Sie, dass sich Adressen und Telefonnummern ändern können. Es ist ratsam, die jeweilige Website zu besuchen, um die aktuellsten Kontaktinformationen zu bekommen. „Wir müssen aufwachen“, sagt die Wissenschaftlerin und mahnt, schnell gegen die immer stärkere Ausbreitung des Glücksspiels vorzugehen.
Einen Selbsttest zur Glücksspielsucht bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an. Unerlaubte Glücksspielanbieter erhalten Untersagungsverfügungen. Ebenso wird am Zahlungsverkehr Beteiligten die Mitwirkung an Zahlungen und Auszahlungen untersagt. Es besteht zudem die Möglichkeit, Maßnahmen zur Sperrung der Angebote gegen verantwortliche Dienstanbieter zu ergreifen (IP-Blocking).
Diese Regelung ist bisher einzigartig und bietet für manche Spieler mehr Flexibilität, dennoch bleibt der Spielerschutz im Vordergrund. Zusammenfassend ist das vorgelegte Gesamtkonzept mit den 14 Mindeststandards als ein erster Vorschlag zur Weiterentwicklung suchtpräventiver Ansätze beim Online-Glücksspiel zu verstehen. Bei der Analyse von 40 (weltweiten) Online-Webseiten konnten zwei weitere Maßnahmen gefunden werden, so dass sich die Gesamtzahl auf 44 erhöhte. Die dominierenden verhaltenspräventiven Maßnahmen richten sich sowohl an universelle als auch an selektive und indizierte Zielgruppen. Erstmalig im deutschsprachigen Raum wurde damit der Versuch unternommen, Mindeststandards für Jugend- und Spielerschutzmaßnahmen beim Online-Glücksspiel zu definieren. Die Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht bieten ebenfalls eine Suchfunktion für eine Beratung vor Ort an.
Die Sozialkonzepte erscheinen aus suchtfachlicher Sicht wirksam und berücksichtigen die rechtlichen Anforderungen. Sie werden kostenfrei durch den Freistaat zur Verfügung gestellt. Spielhallenbetreiber und Gastwirte können diese Mustersozialkonzepte übernehmen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sie durch die unteren GlücksspielaufsichtenAnerkennung finden. Diese Anerkennung ist Voraussetzung für eine glücksspielrechtliche Erlaubnis, beziehungsweise berechtigt zum Aufstellen von Geldgewinnspielgeräten in Gaststätten. Ambulante Suchtberatungsstellen, stationäre Fachkliniken, Suchtselbsthilfegruppen oder eine Psychotherapie können bei der Suchtbewältigung helfen.
Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Online-Glücksspielsucht nicht länger ein Tabuthema bleibt, sondern aktiv angegangen wird. Nur durch vereinte Anstrengungen können wir effektive Prävention und Hilfe im Kampf gegen diese ernste Problematik leisten. Verluste führen dazu, dass man «es noch einmal versuchen» will, denn man hofft, beim nächsten Mal das Geld wieder reinzuholen. Wenn jemand häufig spielt oder wettet, kommt es wie bei einer Drogenabhängigkeit zu Veränderungen im Belohnungszentrum des Gehirns.
Spielsucht kann Menschen finanziell und emotional aus der Bahn werfen. Plötzlich türmen sich Schulden auf, und das soziale Umfeld leidet. Beziehungen zu Familie und Freunden werden belastet, Isolation und Stress nehmen zu. Ein psychologisches Verständnis der Anziehungskraft des Glücksspiels ist entscheidend, um gezielte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Es gibt in Deutschland 1400 Suchtberatungsstellen, von denen sich 300 auf die Beratung von Menschen mit Glücksspielsucht und ihren Angehörigen spezialisiert haben. Obwohl Glücksspiel erst ab 18 Jahren erlaubt ist, zeigen etwa 0,3 bis 3,0 Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren ein problematisches Glücksspielverhalten.
Demzufolge sollte der Zugang zum Glücksspiel stärker beschränkt, Werbung, Marketing und Sponsorship zurückgefahren oder verboten werden. Insgesamt würden Glücksspiele aller Art weltweit etwa 80 Millionen Erwachsenen pro Jahr zum Verhängnis, schreiben die Autoren und berufen sich dabei auf eine vorangegangene Meta-Analyse. Diese Menschen leiden an einer manifesten Glücksspielsucht oder kommen ihr zumindest sehr nahe. Und ja, auch sie können eine ungesunde Fixierung auf diese Produkte entwickeln, wie aus einem umfangreichen Bericht zum Glücksspiel im Fachblatt Lancet Public Health hervorgeht. Doch die Spiele um Geld legen ihre analoge Behäbigkeit immer mehr ab und finden nonstop im Internet statt.
Veranstalter und Vermittler haben bei jedem Einzahlungsvorgang einen Abgleich mit der Limitdatei vorzunehmen. Veranstalter, Vermittler, deren Beschäftigte und von denen beauftragte vavada Dritte dürfen Spielenden keine Darlehen gewähren. Verboten ist zudem jegliche Werbung oder sonstiger Verweisung oder Verlinkung auf bzw.
Genauso gehören jedoch Unterrichtsprogramme für Schulen in das Repertoire dieses Präventionsansatzes oder aber entsprechende Schulungen für das Personal der Glücksspielanbieter. In der Verhältnisprävention setzen die Maßnahmen an den gesellschaftlichen und strukturellen Bedingungen für das Glücksspiel an. Der Glücksspielstaatsvertrag und das Thüringer Glücksspielgesetz umfassen eine Vielzahl von Maßnahmen die verhältnispräventiven Charakter tragen und dem Spielerschutz dienen. Dazu gehören zum Beispiel Werbeeinschränkungen, Jugendschutzmaßnahmen oder die verpflichtende Herausgabe von Spielerinformationen mit Warnhinweisen. Suchtprävention hat zum Ziel die Gesundheit zu fördern und Missbrauch und Abhängigkeit vorzubeugen. Diese Kernaufgabe betrifft auch die suchtpräventive Arbeit im Themenfeld Glücksspielsucht.
Durch offene Kommunikation und einfühlsame Gespräche können betroffene Menschen ermutigt werden, Hilfe zu suchen. Es ist wichtig, Verständnis für die Situation zu zeigen und gemeinsam Lösungswege zu finden. Beratungsstellen stehen auch den Angehörigen zur Seite, um sie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und ihnen Informationen über Spielsucht bereitzustellen. In Deutschland gibt es zahlreiche Hilfsangebote, bei denen Familienmitglieder und Freunde Rat und Unterstützung finden können. Die frühzeitige Einbindung des sozialen Umfelds kann dazu beitragen, dass Betroffene nicht alleine mit ihrer Sucht kämpfen müssen.